22. März 2013: IG Metall kritisiert Ausstieg von Bosch aus der Solarenergie

  • 25.03.2013
  • Aktuelles

IG Metall erwartet Zukunftssicherung der Photovoltaikproduktion bei Aleo Solar am Standort Prenzlau

Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen kritisiert den Beschluss des Bosch-Aufsichtsrates, aus der Photovoltaikproduktion komplett auszusteigen.

Auch in einer ökonomisch schwierigen Phase bleibe die Photovoltaik ein Zukunftsprojekt. Die bisher getätigten Investitionen und das Know How der Beschäftigten dürften jetzt nicht aufgegeben werden. In jedem Fall habe der Konzern die Verantwortung den Beschäftigten am Standort eine Perspektive zu geben, auch wenn dies nicht unter dem Dach des Bosch-Konzerns gewollt sei. „Das muss stabilisiert und nicht weggeschlagen werden“, sagte Höbel.

Die Solarenergie sei ein wichtiges Standbein der Energiewende in der Region. Alle Aktivitäten müssen auf eine erfolgreiche Zukunftssicherung und Suche nach Investoren für Aleo Solar ausgerichtet werden. Brandenburg könne mit dem vorhandenen Know-how der Beschäftigten zur Solarregion 2020 entwickelt werden.

 

Dazu hatte die IG Metall Bezirksleitung bereits 2012 ein 7-Punkte-Programm vorgestellt. Es enthält Vorschläge und Forderungen zur Krisenbewältigung in der Solarindustrie und benennt die wichtigsten Handlungsfelder, um Arbeitsplätze zu retten und die industrielle Basis der Solarindustrie in Brandenburg zu stabilisieren. Dabei ist eine stärkere Förderung, Vernetzung und Sicherung der wissenschaftlichen, technischen Kompetenz in den Solarregionen, sowie eine Solar-Verbund oder Cluster-Entwicklung, in den Landesprogrammen zu verankern.