23. Mai 2013: Metall-Tarifeinigung auch in Berlin-Brandenburg - Höbel: „Kaufkraftzuwachs ist ein Plus für alle in der Region"

  • 23.05.2013
  • Aktuelles

Die IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen und der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. (VME) haben am Donnerstag eine Tarifeinigung auf der Grundlage des in der Nacht zum 15. Mai in Bayern gefundenen Pilotabschlusses erzielt. In zwei Schritten erhalten die rund 100.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg 5,6 Prozent mehr Entgelt. Ab dem 1. Juli 2013 erhöhen sich die Einkommen um 3,4 Prozent und ab dem 1. Mai 2014 um weitere 2,2 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate, bis Ende 2014. Eine Fachkraft erhält demnach in Berlin-Brandenburg als Grundverdienst mit der ersten Stufe 88 Euro mehr pro Monat. Mit der zweiten Stufe steigt das monatliche Brutto um insgesamt 147 Euro auf 2.727 Euro. Die Tarifkommission der IG Metall wird am Freitag in Berlin abschließend das Ergebnis beraten und darüber entscheiden.

IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel wertete den Abschluss als Erfolg für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie und für die gesamte Region. „Das Ergebnis sichert den Metallerinnen und Metallern eine faire Teilhabe mit einem spürbaren Einkommenszuwachs, der sie am erarbeiteten Erfolg der Unternehmen wirksam beteiligt“, sagte Höbel. Der Abschluss sei für die Region doppelt wertvoll. „Da Handel und Dienstleistung direkt von der Tariferhöhung profitieren ist der Kaufkraftzuwachs immer auch ein Plus für alle in der Region“, sagte Höbel.

Höbel würdigte das große Engagement der Beschäftigten in der Tarifrunde. „Ohne die Beteiligung der mehr als 25.000 Kolleginnen und Kollegen aus 116 Betrieben an Warnstreiks und Aktionen wäre das nicht möglich gewesen. Wir konnten so auch einzelbetriebliche Abweichungen oder Öffnungsklauseln vom Tarifvertrag verhindern“, so Höbel.