24. April 2014: Zweite Tarifverhandlung in der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg

  • 25.04.2013
  • Aktuelles

Die zweite Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg endete am heutigen Mittwoch in Berlin ohne Ergebnis. Das Angebot der Arbeitgeber liegt unterhalb der Inflationserwartung und ist für die IG Metall völlig inakzeptabel. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent höhere Einkommen für die Dauer von zwölf Monaten.

Das Angebot der Arbeitgeber sieht zwei Monate ohne Entgelterhöhung vor, danach soll es für elf Monate 2,3 Prozent geben. Dies ergibt, mit einer Gesamtlaufzeit von 13 Monaten, 1,9 Prozent. Die IG Metall lehnte so einen „Lösungsvorschlag“ entschieden ab.

IG Metall-Verhandlungsführer, Olivier Höbel, kritisierte den unverantwortlichen Kurs der Arbeitgeber in den Verhandlungen: „Die Arbeitgeber wissen, dass die Kaufkraft eine tragende Säule der deutschen Konjunktur ist. Sie stellen sich mit ihrem Angebot gegen eine deutlich höhere Inlandsnachfrage“.

Für Höbel sei es ein Gebot der Vernunft, Verantwortung und Fairness, gerade jetzt für Stabilität und Wachstum zu sorgen. „Alle Beschäftigten haben planbare Einkommenserhöhung verdient“, sagte Höbel. Arbeitgebervertreter der Automobilindustrie hatten in den Verhandlungen die gezahlten Erfolgsbeteiligungen gegen Tariferhöhungen gestellt, gleichzeitig die Forderungen der IG Metall zurückgewiesen. „Solche Ablenkungsversuche lassen wir nicht durchgehen. Mit diesen Widersprüchen und Ablenkungsmanövern zwingen uns die Arbeitgeber, unseren guten Argumenten nun durch Warnstreiks Beine zu machen“, sagte Höbel.

Ein weiterer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart.

Ab dem 1. Mai wird die IG Metall zu Warnstreiks aufrufen und den Druck auf die Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg erhöhen.