26. Februar 2010: Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg übernimmt Tarifabschluss

  • 01.03.2010
  • ew

Die IG Metall in Berlin-Brandenburg und der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME) haben sich heute auf die Übernahme des am 18. Februar in Nordrhein-Westfalen erzielten Pilot-Tarifabschlusses für die Metall- und Elektroindustrie geeinigt.

Damit werden die Möglichkeiten zur Beschäftigungssicherung sowie die Entgelterhöhung für die rund 90.000 Beschäftigten der Branche in Berlin und Brandenburg übernommen.

 

Zudem haben sich die Tarifparteien verpflichtet, über innovative Wege zur Übernahme und Weiterbildung junger Ausgebildeter zu verhandeln.

 

Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, bewertete das am heutigen Freitag erzielte Tarifergebnis als akzeptablen Abschluss in schwieriger Zeit. „Mit dem Tarifabschluss sind alle Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung geschaffen. Es besteht damit kein Grund für die Unternehmen, in der Krise Entlassungen vorzunehmen. Arbeitgeber, die trotz der geschaffenen Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung Entlassungen ankündigen, können mit dem erbitterten Widerstand der Metallerinnen und Metaller rechnen. Die Beschäftigten haben in der Krise ihren Beitrag geleistet, jetzt sind die Arbeitgeber gefragt“, so Höbel heute in Berlin.

 

Der in  Nordrhein-Westfalen erzielte Tarifabschluss sieht folgende Entgeltsteigerungen vor:

Für Mai 2010 bis März 2011 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro; Auszubildende erhalten 120 Euro. Die Auszahlung wird in zwei Teilbeträgen jeweils zum 1. Mai 2010 und zum 1. Dezember 2010 erfolgen. Zum 1. April 2011 ist eine Entgelterhöhung von 2,7 Prozent vereinbart. Diese kann um zwei Monate vorgezogen oder um zwei Monate verschoben werden. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und endet zum 31. März 2012.