26. Juni 2013: Tarifabschluss für das KfZ-Handwerk in Berlin, Brandenburg und Sachsen

  • 26.06.2013
  • Aktuelles

Nach einer Marathonverhandlung von 13 Stunden konnte in der Nacht des 25. Juni der Tarifkonflikt im KfZ-Handwerk für Berlin, Brandenburg und Sachsen mit einem Verhandlungsergebnis beendet werden.

 

Das erzielte Tarifergebnis sieht eine Entgelterhöhung in zwei Stufen vor. Ab dem 1. August 2013 erhalten die Beschäftigten 2,8 Prozent und ab dem 1. Dezember 2014 weitere 2,8 Prozent mehr Geld. Die Laufzeit endet am 30. April 2015. Die Vergütungen der Auszubildenden erhöhen sich überproportional in drei Stufen und gleichen sich am Ende der Laufzeit an das Westniveau an. Demnach erhöhen sich die Vergütungen im ersten Ausbildungsjahr in Sachsen um insgesamt 60 Euro auf 570 Euro, in Brandenburg von 485 Euro auf 570 Euro und in Berlin von 515 Euro auf ebenfalls 570 Euro. In den übrigen Ausbildungsjahren erhöhen sich die Vergütungen bis zu insgesamt 85 Euro. Ab dem 1. August 2015 sind in Brandenburg 650 Euro, in Berlin 680 Euro und in Sachsen 710 Euro im vierten Ausbildungsjahr zu zahlen.

 

„Dieser Abschluss stellt sicher, dass die Beschäftigten des KfZ-Handwerks mit ihren Einkommen Schritt halten. Dies war nur möglich Dank der weit über 1000 Beteiligten im Warnstreik. Von hoher Bedeutung sind die überproportionalen Anhebungen der Ausbildungsvergütungen und die Niveauanpassung an die umliegenden Bundesländer. Damit wird das Kfz-Gewerbe wieder ein Stück attraktiver für die jungen Menschen“, sagte Peter Friedrich, Verhandlungsführer der IG Metall.

 

Von dem Abschluss können rund 37.000 Beschäftigte in 3400 Betrieben profitieren. Etwa ein Drittel durch direkte Tarifbindung der Arbeitgeber, die sich in der „Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe“ (TG MDK) zusammengeschlossen haben. Die übrigen Kfz-Betriebe orientieren sich an den Tarifergebnissen der Branche.