26. Mai 2014: Tarifrunde Stahl Ost 2014

  • 06.06.2014
  • Aktuelles

IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt in der ostdeutschen Stahlindustrie Regelung zu Werkverträgen und Fortführung der Beschäftigungssicherung sowie Altersteilzeit

 

Die Mitglieder der IG Metall-Tarifkommission für die rund 8.000 Beschäftigten in der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie haben heute in Berlin-Schönefeld ihre Forderungsempfehlung an den IG Metall-Vorstand beschlossen. Das Entgelt soll um 5 Prozent angehoben werden. Werkverträge sollen fair gestaltet und die Bedingungen für Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung sowie über Arbeitszeitkonten weiter entwickelt werden. Am 31. Mai 2014 endet die Laufzeit der Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen, damit entfällt zugleich auch die Friedenspflicht in der Branche.

 

Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter in Berlin, Brandenburg und Sachsen und Verhandlungsführer für die Stahlindustrie sagte: „Die Stahlwerke sind gut ausgelastet und die Prognosen gehen von einer zunehmenden Nachfrage in Europa aus. Unsere Forderung ist angesichts der wirtschaftlichen Lage der Branche angemessen, um die Beschäftigten hinreichend an der wirtschaftlichen Entwicklung zu beteiligen."

 

Bei Werkverträgen sollen künftig gutes Entgelt und faire Arbeitsbedingungen wie in der Stahlindustrie zum Standard und auch der Tarifvertrag zur Altersteilzeit soll fortgeführt werden. Vor allem der demografische Wandel in der Stahlindustrie muss aktiv gestaltet und zudem der Tarifvertrag an die zu erwartende Rentengesetze angepasst werden. Auch die Beschäftigungssicherung soll durch den Tarifvertrag fortgeschrieben werden.

 

Der Verhandlungsbeginn wird voraussichtlich im Juni stattfinden.

 

PM als pdf-Datei