28. Oktober 2011: 4 Prozent mehr Einkommen ab November in der Holz- und Kunststoffindustrie

  • 28.10.2011
  • Aktuelles

Berlin – Ab dem 1. November steigen die Einkommen der Beschäftigten in der

Holz und Kunststoffbranche in Berlin, Brandenburg und Sachsen um vier

Prozent. Die Tarifsteigerung wurde bereits im Juli dieses Jahres vereinbart.

Zuvor gab es vier Einmalzahlungen von je 90 Euro. Bereits ab September 2011

sind die monatlichen Auszubildendenvergütungen um bis zu 86 Euro bzw. bis zu 17 Prozent überproportional angehoben worden um für den Nachwuchs attraktiv zu bleiben. Der Tarifvertrag gilt bis zum 31. Dezember 2012.

 

Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter von Berlin-Brandenburg-Sachsen würdigte

die Tariferhöhung als eine angemessene Beteiligung der Arbeitnehmer an den

Erfolgen in der Holzwirtschaft. Gute Tarifeinkommen seien ein positives Signal

für die Menschen in unserer Region. „Wir haben es mit einer zukunftsfähigen

Branche zu tun, die gute Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen unserer

Region herstellt. In der Öffentlichkeit muss sich die Holzwirtschaft jedoch stärker profilieren, indem sie ihre Attraktivität auch durch gute Einkommensperspektiven erhöht.“ sagte Höbel.

 

In Brandenburg und Sachsen stehen u.a. die weltweit produktivsten und

modernsten Werke der Holzwerkstoffindustrie. Zu ihren Produkten gehören

Laminatfußböden, Spanplatten für die internationale Möbelindustrie sowie

Bauhölzer und Bauplatten für die Bauwirtschaft. Deren Einkommen liegen seit

Jahren rund ein Drittel unter dem Westniveau.

 

In Sachsen arbeiten rund 8000, in Berlin und Brandenburg rund 3500

Beschäftigte, in der industriellen Holz- sowie Kunstoffverarbeitung. Etwa für die

Hälfte der Beschäftigten gelten die Tarifverträge als Orientierung oder durch

direkte Tarifanbindung.