28. September 2010: Warnstreiks in der ostdeutschen Stahlindustrie - 300 Stahlarbeiter in Gröditz legen die Arbeit nieder

  • 28.09.2010
  • ew

Die Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie erhöhen seit heute früh mit
Warnstreiks den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen. Mit Beginn der
Frühschicht legten rund 300 Beschäftigte der Schmiede- und Elektrostahlwerke in Gröditz für rund 2 Stunden die Arbeit nieder.


Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen erklärte:
„ Die IG Metallerinnen und Metaller sind bereit für ihre Forderungen zu kämpfen.
Es ist an der Zeit, dass die Arbeitgeber ein ernstzunehmendes Angebot vorlegen. Es geht um Fairness beim Geld, für Leiharbeiter, Auszubildende und Ältere.“

Am Mittwoch dem 29. September 2010, werden die Warnstreiks ausgeweitet:

In Eisenhüttenstadt findet bei der Arcelor Mittal GmbH, Werkstraße 16, 15890
Eisenhüttenstadt, um 6:00 Uhr eine Kundgebung mit IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel vor dem Haupttor 1 statt.


Kontakt: Peter Ernsdorf, IGM Ostbrandenburg, mobil: 0170 3333 098

Bei der Ilsenburger Grobblech GmbH, Veckenstedter Weg 10, 38871 Ilsenburg
führt die IG Metall ab 5:00 Uhr einen Warnstreik vor dem Werkstor durch.

Kontakt: Rüdiger Schnell, IGM Halberstadt, mobil: 0170 3333 477


In Zeithain legen die Beschäftigten der Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen
GmbH, Mannesmannstraße 11, 01619 Zeithain, für zwei Stunden die Arbeit
nieder. Die Kundgebung beginnt ab 5:30 Uhr vor dem Werkstor.

Kontakt: Willi Eisele, IGM Riesa, mobil: 0170 3333 230


Die IG Metall fordert für die 8000 Beschäftigten in der ostdeutschen
Stahlindustrie Einkommenserhöhungen um 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten.


Die IG Metall will mit den Arbeitgebern in dieser Tarifrunde zudem einen
Tarifvertrag für die Leiharbeiter in der Stahlindustrie durchsetzen und ältere Beschäftigte entlasten.