29. September 2015: Katinka Pilscheur: 30-09-2015 im Ausstellungsraum der IG Metall

  • 30.09.2015
  • lj
  • Aktuelles, Ausstellung

Ab dem 1. Oktober präsentiert die IG Metall in Zusammenarbeit mit dem Haus am Lützowplatz die Ausstellung »30-09-2015« von Katinka Pilscheur. Eröffnung am 30. September ab 18 Uhr.

Der Zufall spielt in Katinka Pilscheurs Werk eine wichtige Rolle. Ohne sich auf ihn einzulassen, würde sie kaum die Dinge finden, die ihr Ausgangsmaterial darstellen und würden auch die Kombinationen der Dinge anders aussehen. Sowohl die Orte, an denen sie ausstellt, als auch Objekte und Farben, die sie meist zufällig findet, bestimmen ihre künstlerische Praxis. Oft sind es industriell hergestellte Produkte, aus denen Katinka Pilscheur ihre Arbeiten entwickelt. Auch die beiden Werke bzw. Werkgruppen, die in der Ausstellung im Haus der IG Metall zu sehen sind, machen hier keine Ausnahme: Vierkantrohre, Neonröhren, Messing und Autolack sind die zentralen Materialien.

Ursprünglich entstanden für einen Ausstellungsraum in einem Altbau aus dem 19. Jahrhundert nahm sie dort die Proportionen des Stuckquadrats an der Raumdecke auf. In ihrer formalen Strenge und mit ihren Anklängen an Werke der Minimal Art tritt die raumgreifende Skulptur nun in einen spannungsreichen Dialog mit der Architektur Erich Mendelsohns und R.W. Reichels. Mit ihren stürzenden Linien, Diagonalen, Bögen und nicht zuletzt durch die integrierte bogenförmige, hell strahlende Neonröhre hat die Skulptur trotz ihrer Strenge etwas sehr Leichtes und Bewegtes. Formale Elemente, die auch für das Werk Mendelsohns stilbildend waren. Eine in Schräglage in das Gerüst der Skulptur eingespannte Tafel, die beidseitig mit nachtblauem BMW-Autolack lackiert und von einem Messingstab durchbohrt ist, reflektiert zudem die Strukturen des Raums aber auch des Stadtraums außerhalb der großen Schaufenster und stellt dadurch immer wechselnde Beziehungen zwischen Innen und Außen her. (Christine Heidemann)

 

1. Oktober bis 7. November 2015
Eröffnung: Mittwoch, 30. September 2015, 18 Uhr

Begrüßung: Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter, Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

Grußworte: Dr. Marc Wellmann, , Künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz

Einführung: Dr. Christine Heidemann, Kuratorin der Ausstellung

 

Mo – Do von 9:00 bis 18:00 Uhr, Fr von 9:00 bis 14:30 Uhr

Der Eintritt ist frei