3. Mai 2013: Warnstreiks auch im ostdeutschen Kfz-Handwerk

  • 03.05.2013
  • Aktuelles

Am 2. Mai 2013 traten in Dresden rund 160 IG-Metaller aus neun Dresdner Autohäusern und Werkstätten in den Warnstreik. Die Kfz-Handwerker fordern 5,5 Prozent mehr Einkommen.

Die Beschäftigten führten ihre Warnstreik-Aktionen als einen Stafettenlauf in Dresden durch. Im Halbstundentakt legten sie in neun Betrieben nacheinander die Arbeit nieder um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

"Wir konstatieren eine sehr gute Beteiligung an den Aktionen", sagte Jens Kiehle von der IG Metall Dresden. Kiehle unterstrich zudem für die aktuelle Kfz-Tarifrunde die Wichtigkeit einer stufenweisen Angleichung der Ost- an die Westeinkommen. Kiehle kündigte zugleich weitere Aktionen im Mai an.

Die Tarifverträge für das Kfz-Handwerk in den Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen sind zum 30. April 2013 ausgelaufen. Das monatliche Einkommen liegt in Brandenburg rund 160 Euro unter dem Berliner Niveau. In Sachsen beträgt der Abstand zum nahen Bayern rund 140 Euro, während die Kunden die gleichen Verrechnungssätze in den Werkstätten in Sachsen, Brandenburg oder Berlin bezahlen.

„Fachkräfte mit moderner Kenntnis neuer Antriebe werden in den Werkstätten überlebenswichtig, wenn sie sich die Unternehmen am Markt behaupten wollen. Schon jetzt wird es eng Nachwuchs zu finden. Gute Einkommen werden hierbei in Ostdeutschland eine entscheidende Rolle spielen“, sagte Peter Friedrich, Kfz-Tarifsekretär  der IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen.

Von einem Neuabschluss der Tarifverträge profitieren rund 37.000 Beschäftigte in 3.400 Betrieben, davon ein knappes Drittel durch direkte Tarifbindung der Arbeitgeber, die sich in der „Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe“ (TG MDK) zusammengeschlossen haben. Die übrigen Kfz-Betriebe orientieren sich an den Tarifergebnissen der Branche.