30. September 2010: Tarifabschluss Stahl – IG Metall fordert Übernahme für den Osten

  • 30.09.2010
  • ew

Die IG Metall-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen begrüßt das für die nordwestdeutsche Stahlindustrie erzielte Tarifergebnis und fordert nun die Übernahme für den Osten.

 

Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen erklärte:

„3,6 Prozent mehr Einkommen sichern die Teilhabe der Beschäftigten am Aufschwung. Erstmalig konnte die IG Metall den Grundsatz „Gleiches Geld - Gleiche Arbeit“ für Leiharbeiter in einem Flächentarifvertrag verankern. Das ist ein wichtiger politischer Erfolg mit Signalwirkung für andere Branchen. Dies war nur mit einer starken Mitgliedschaft und ihrer Mobilisierungsfähigkeit möglich.“

 

Der Tarifabschluss sieht Einkommenserhöhungen um 3,6 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten vor. Für den Monat September 2010 wurde eine Einmalzahlung von 150 € vereinbart. Die Auszubildenden bekommen monatlich 40 Euro mehr. Der Tarifvertrag gilt bis zum 31.10.2011. Die in der Stahlindustrie tätigen Leiharbeiter sind ab dem 1. Januar 2011 in der gesamten Branche nach dem Grundsatz "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld" zu bezahlen. Dieser Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2012.

 

Die Übernahmeverhandlungen für die ostdeutsche Stahlindustrie sollen

für kommende Woche vereinbart werden.

 

Dabei werden auch tarifvertragliche Vereinbarungen zur Gestaltung des demografischen Wandels Thema sein.

„Vor dem Hintergrund der Problemlage im Osten besteht hier besonderer Handlungsbedarf“, sagte Höbel.