31. März 2010: Neuer Tarifvertrag für die Holz und Kunststoffverarbeitende Industrie in Berlin und Brandenburg - Sicherheit für Arbeitsplätze und Entgelterhöhung

  • 31.03.2010
  • ew

Die IG Metall und der Arbeitgeberverband „Holz und Kunststoff Nord-Ost e.V.“ (HKN) haben sich auf einen neuen Tarifvertrag für die 2500 Beschäftigten der Branche in Berlin und Brandenburg verständigt.

 

Mit diesem Tarifvertrag wurde der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen und die Übernahme der Ausgebildeten verbessert. Darüber hinaus wurde eine Einigung zur Entgelterhöhung erzielt.

 

„Wir wollten ein Jobpaket und die Einkommen sichern. Das haben wir erreicht. Mit dem Tarifabschluss sind alle Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung geschaffen. Es besteht damit kein Grund für die Unternehmen, in der Krise Entlassungen vorzunehmen,“ erklärte Bodo Grzonka, Verhandlungsführer der IG Metall.

Wie in der Metall- und Elektronindustrie wird der neue Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung in Betrieben angewandt, die seit mindestens 12 Monaten kurzarbeiten.

Mit der neuen tariflichen Kurzarbeit von mindestens sechs Monaten und einer zweiten Phase mit Arbeitszeitverkürzung und Teilentgeltausgleich kann zukünftig der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen für weitere 12 Monate erreicht werden.

Erstmals wurde auch die verbindliche Übernahme von Auszubildenden für mindestens 12 Monate durchgesetzt.

„Damit bieten wir jungen Menschen eine Zukunftsperspektive in dieser Region und Erhöhen die Attraktivität der gesamten Branche“, sagte Grzonka.

Die Vereinbarung zur Entgelterhöhung hat zwei Komponenten:

Für die Monate April und Mai gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 60 Euro.  Ab dem 1. Juni 2010 steigen die Einkommen um 1,5 Prozent.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 14 Monate und endet zum 31. Mai 2011.