31. Mai 2013: IG Metall ruft im Kfz-Handwerk erneut zu Warnstreiks auf

  • 05.06.2013
  • Aktuelles

Nachdem die letzte Tarifverhandlung für das Kfz-Handwerk in den Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen ohne Ergebnis auf den 25. Juni vertagt wurde, ruft die IG Metall für nächste Woche erneut die Beschäftigten aus 12 Unternehmen des Kfz-Gewerbes zu Warnstreiks auf.

Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld, die überproportionale Erhöhung der Azubi-Vergütungen sowie eine Strukturanpassung zur Angleichung an die Westtarife. Unterdessen einigten sich in Bayern die Tarifpartner im Kfz-Handwerk auf zwei Einkommenserhöhungen von jeweils 2,8 Prozent ab Juli 2013 und ab August 2014 mit einer Laufzeit von insgesamt zwei Jahren.

Die Arbeitgeber legten bisher ein Angebot mit einer Gesamtlaufzeit von 26 Monaten vor. Nach zwei Nullmonaten sollen die Löhne ab Juli um 2,6 Prozent und ab August 2014 um 2,4 Prozent steigen. Die IG Metall lehnte das Angebot ab, da damit der bestehende Abstand zu Westdeutschland vergrößert würde.

IG Metall Verhandlungsführer Peter Friedrich kritisierte: "Die Arbeitgeber hierzulande sägen am eigenen Ast, wenn sie die Kluft der Einkommen zu Westdeutschland vergrößern.“