5. Mai 2007: Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie

  • 07.05.2007
  • mr

Die IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen hat das für Baden-Württemberg erzielte Tarifergebnis begrüßt und als „materiell sehr zufriedenstellend „ bezeichnet.

 

„Die hohe Warnstreikbeteiligung unserer Mitglieder war die entscheidende Voraussetzung für den Durchbruch in den Verhandlungen. Jetzt streben wir die vollinhaltliche Übernahme des Tarifabschlusses für Berlin, Brandenburg und Sachsen an“, erklärte Bezirksleiter Olivier Höbel am Samstag.

 

Inzwischen hat der IG Metall- Vorstand und Gesamtmetall die Übernahme des Sindelfinger Pilotabschlusses vom vergangenen Freitag empfohlen.

Auch die regionalen Arbeitgeberverbände VME und VSME signalisierten bereits

Zustimmung.

Die für kommenden Montag angekündigten Warnstreiks werden abgesagt, teilte die IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen mit.

 

Die Übernahmeverhandlungen für Berlin-Brandenburg finden am Mittwoch, den 09. Mai 2007, statt.

 

Der neue Tarifvertrag sieht tabellenwirksame Einkommenserhöhungen von 4,1 Prozent ab Juni 2007 für 12 Monate vor.

Für die Monate April und Mai erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 400 Euro.

Ab Juni 2008 folgt eine zweite Entgelterhöhung von 1,7 Prozent für die restlichen

fünf Monate der Laufzeit, zu der es außerdem nochmals eine Einmalzahlung in Höhe von 3,5 Prozent gibt.

Der Beginn dieser Tabellenerhöhung kann um bis zu vier Monate nach hinten verschoben werden. Voraussetzung ist allerdings eine freiwillige Betriebsvereinbarung.

Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages beträgt 19 Monate.

 

An den Warnstreiks in der vergangenen Woche beteiligten sich rund 12000

Metallerinnen und Metaller aus 60 Betrieben in Berlin, Brandenburg un Sachsen.