6. Februar 2014: IG Metall kritisiert Bosch für Kahlschlag von Aleo Solar - Photovoltaik-Desaster erschüttert Ostbrandenburg

  • 04.03.2014
  • Aktuelles

Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen kritisiert scharf, den gestern über die Medien verkündeten Kahlschlag von Aleo Solar in Prenzlau, durch den Ausstieg von Bosch. Erneut wird die Region - nach Odersun, First Solar und Conergy - in Ostbrandenburg tief erschüttert. Hunderte Familien stünden jetzt vor einem Scherbenhaufen ihrer Existenz. Die gesamten Photovoltaikproduzenten hätten bisher ein Desaster hinterlassen.

„Es ist völlig inakzeptabel, Investitionen und das Know-How der Beschäftigten einfach aufzugeben und wie auf dem Basar die Filetstücke feil zu bieten. Der Bosch-Konzern hat eine Verantwortung für die Beschäftigten und die Region. Das muss stabilisiert und nicht weggeschlagen werden. Ein BenQ-Szenario, in dem die Beschäftigten gar keine Zukunft sahen, werden wir nicht hinnehmen“, sagte Höbel.

Photovoltaik war das Zukunftsprojekt in der Region. Um Arbeitsplätze zu retten, gelte es, die industrielle Basis der Solarindustrie in Brandenburg zu stabilisieren. „Alle Aktivitäten müssen jetzt auf eine erfolgreiche Zukunftssicherung mit den Investoren für Aleo Solar ausgerichtet werden. Um zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zu kommen, erwarten wir umfassende Informationen und die Zusage für soziale und tarifliche Grundlagen sowie die Absicherung der Arbeit des Betriebsrats im Interesse der Beschäftigten und der regionalen Entwicklung“, sagte Höbel.