7. Juni 2013: IG Metall erwartet nach zweiter Warnstreikwelle im Kfz-Handwerk ein Einlenken der Arbeitgeber

  • 20.06.2013
  • Aktuelles

Die IG Metall sieht sich durch die guten Reaktionen und der Teilnahme der Beschäftigten in der zweiten Warnstreikwelle in Berlin, Brandenburg und Sachsen in dieser Woche im Kfz-Handwerk in ihren Forderungen bestätigt. Rund 750 Beschäftigte aus zwölf Kfz-Werkstätten, Autohäusern und Ersatzteilhändlern hatten sich in dieser Woche an Warnstreiks beteiligt, um der Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld, einer überproportionalen Erhöhung der Azubi-Vergütungen sowie eine Strukturanpassung zur Angleichung an die Westtarife zu bekräftigen.

IG Metall-Verhandlungsführer Peter Friedrich erwartet von den Arbeitgebern ein Einlenken in der nächsten Verhandlung und die „Denkpause“ zu nutzen um zu einer tragfähigen Lösung zu kommen. Friedrich warnte: "Die Kfz-Arbeitgeber gefährden das Image der Branche, wenn sie hier in Ostdeutschland die Kluft der Einkommen zu Westdeutschland vergrößern anstatt zu verringern. Es ist für die Menschen inakzeptabel die Verkaufs- und Werkstattpreise bundesweit einheitlich zu halten während die Löhne nach Gutdünken regional unterschiedlich festgelegt werden sollen.“

Im Tarifkonflikt des Kfz-Handwerks gab es zwischenzeitlich eine Einigung in Bayern, Baden-Württemberg sowie am 6. Juni in Sachsen-Anhalt. Die Entgelte steigen dort in zwei Schritten um jeweils 2,8 Prozent.

Die Arbeitgeber legten bisher ein Angebot mit einer Gesamtlaufzeit von 26 Monaten vor. Nach zwei Nullmonaten sollen die Löhne ab Juli um 2,6 Prozent und ab August 2014 um 2,4 Prozent steigen. Die IG Metall lehnte das Angebot ab, da damit der bestehende Abstand zu Westdeutschland vergrößert würde.

Die nächste Tarifverhandlung findet am 25. Juni in Dresden statt.