9. Dezember 2011: Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg rufen zu Aktionen auf - Fachkräfte sichern durch unbefristete Übernahme der Ausgebildeten

  • 12.12.2011
  • Aktuelles

Für die rund 100.000 Beschäftigten in Berlin und Brandenburg hat die Tarifkommission der IG Metall am 9. Dezember die qualitativen Forderungen für die im Frühjahr 2012 anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie diskutiert.

Schwerpunkt der Beratungen war die Forderung für eine unbefristete Übernahme der Ausgebildeten zur Fachkräftesicherung in der Branche. Die Tarifkommission ruft dazu auf, in den kommenden Wochen verstärkt betriebliche Aktionen und Jugendversammlungen durchzuführen. Die Aktivitäten sollen auch das Ende des Missbrauchs von Leiharbeit beinhalten. Ziel ist eine stärkere Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit und von Werkverträgen.

In Gesprächen zwischen der IG Metall und dem Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. (VME) am 1. Dezember 2011 gab es keine Bereitschaft der Arbeitgeber, die unbefristete Übernahme Ausgebildeter und den Missbrauch der Leiharbeit im Vorfeld der Tarifrunde zu lösen.

Dazu sagte Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter in Berlin, Brandenburg und Sachsen: „Die Perspektiven der jungen Generation stellen wir aus gutem Grund in den Mittelpunkt der Tarifrunde. Als Leitbranche steht die Metall- und Elektroindustrie in der Pflicht, über die Zukunftsthemen und faire Arbeitsbedingungen mit der IG Metall Lösungen zu finden. Fachkräfte fallen nicht vom Himmel. Die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten ist ein hervorragendes Mittel, um Fachkräfte für die Unternehmen zu gewinnen und dauerhaft im Betrieb zu halten.“

Die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie enden zum 31. März 2012. Für die IG Metall steht die Kündigung der Tarifverträge und die Aufstellung von Forderungen am 23. Februar 2012 auf der Tagesordnung.