Pressemitteilung vom 30. September 2019

Fortführung der Verhandlung zur Angleichung der Arbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie am 30. September in Berlin

  • 30.09.2019
  • aw
  • Pressemitteilung

Ab 10 Uhr wird am heutigen Montag, 30. September, das Gespräch der IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen mit den Arbeitgeberverbänden Berlin-Brandenburg VME sowie Sachsen VSME im Hotel Hilton in Berlin fortgeführt. Am 26. September wurde das Gespräch in den frühen Morgenstunden unterbrochen.

Die von der Arbeitgeberseite geforderten Kompensationsthemen blieben weiterhin strittig und ungelöst.

Nach sechs Gesprächen im ersten Halbjahr wurden am 22. Juni die Gespräche zur Angleichung der Arbeitszeit Ost zunächst ergebnislos und ohne Vereinbarung weiterer Termine beendet. Die IG Metall hatte mit den Arbeitgebern versucht, für die ostdeutschen Bezirke eine Einführung der 35-Stunden-Woche im Flächentarifvertrag zu regeln. Auf Druck der IG Metall kam noch einmal Bewegung in die Lage.

 

Hintergrund:
In Ostdeutschland arbeiten die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie noch immer 38 Stunden in der Woche. Im Westen wurde die 35-Stunden-Woche nach einem Streik 1984 in mehreren Schritten bis zum Jahr 1995 eingeführt.

Im Februar 2018 wurde mit dem Tarifergebnis der Metall- und Elektroindustrie eine Gesprächsverpflichtung unterzeichnet. Die Gespräche wurden anschließend für Berlin-Brandenburg und Sachsen mit den Arbeitgeberverbänden geführt. Mit dem Berlin-Brandenburger Arbeitgeberverband VME wurde im November 2018 ein Eckpunktepapier unterzeichnet, das einen Lösungsansatz im Flächentarifvertrag im ersten Halbjahr 2019 fixierte.

Auf Druck von Gesamtmetall im Dezember 2018 wurde dieses Ergebnis gestoppt und die Verhandlungen im März 2019 auf Ebene aller ostdeutschen Tarifgebiete gestartet. Bis Ende Juni blieben sechs Gespräche mit den Arbeitgebern zur Angleichung der Arbeitszeit in Ostdeutschland ergebnislos.

Für Rückfragen: Andrea Weingart, 0151 29 23 11 82