Pressemitteilung vom 24. September 2019

Verhandlung zur Angleichung der Arbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland am 25. September in Berlin

  • 24.09.2019
  • aw
  • Pressemitteilung

Nach sechs Gesprächen im ersten Halbjahr wurden am 22. Juni die Gespräche zur Angleichung der Arbeitszeit Ost zunächst ergebnislos und ohne Vereinbarung weiterer Termine beendet. Die IG Metall hatte mit den Arbeitgebern versucht, für die ostdeutschen Bezirke eine Einführung der 35-Stunden-Woche im Flächentarifvertrag zu regeln.

Auf Druck der IG Metall kam noch einmal Bewegung in die Lage. Am Mittwoch, 25. September 2019, verhandelt die IG Metall in Berlin ab 9 Uhr im Hotel Hilton am Gendarmenmarkt, Mohrenstraße 30, 10117 Berlin, mit den Berlin- Brandenburger und sächsischen Arbeitgebern um die Angleichung der Arbeitszeit im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen.

„30 Jahre nach dem Mauerfall ist es höchste Zeit, dass die Menschen in Ostdeutschland nicht mehr wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden“, sagte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Immer noch arbeiten die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie im Osten drei Stunden pro Woche mehr. Nach der politischen Einheit müssen die Arbeitgeber jetzt die gesellschaftspolitische Verantwortung für die Einlösung der sozialen Einheit in Deutschland wahrnehmen.“

Hintergrund:
In Ostdeutschland arbeiten die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie noch immer 38 Stunden in der Woche. Im Westen wurde die 35-Stunden-Woche nach einem Streik 1984 eingeführt. Im Februar 2018 wurde mit dem Tarifergebnis der Metall- und Elektroindustrie eine Gesprächsverpflichtung unterzeichnet. Die Gespräche wurden anschließend für Berlin-Brandenburg und Sachsen mit den Arbeitgeberverbänden geführt. Mit dem Berlin-Brandenburger Arbeitgeberverband VME wurde im November 2018 ein Eckpunktepapier unterzeichnet, das einen Lösungsansatz im Flächentarifvertrag im ersten Halbjahr 2019 fixierte.

Auf Druck von Gesamtmetall im Dezember 2018 wurde dieses Ergebnis gestoppt und die Verhandlungen im März 2019 auf Ebene aller ostdeutschen Tarifgebiete gestartet. Am 22. Juni wurde das 6. Gespräch zur Angleichung der Arbeitszeit in Ostdeutschland mit den Arbeitgebern nach 13 Stunden ohne Vereinbarung weiterer Termine beendet.

Für Rückfragen: Andrea Weingart, 0151 29 23 11 82