Kfz-Tarifrunde

Angebot statt Almosen! Kfz-Beschäftigte in Berlin und Leipzig machten Druck für ordentlichen Tarifabschluss

  • 21.06.2021
  • tt
  • Aktuelles, Kfz

Kfz-Beschäftigte in Berlin und Leipzig haben am 21. Juni den Druck in der im Bezirk noch laufenden Tarifrunde noch einmal erhöht. 46 Kolleginnen und Kollegen der Renault Niederlassung Berlin Fennphul und rund 50 Beschäftigte von VW Automobile Leipzig demonstrierten am Montag für einen ordentlichen Tarifabschluss.

Warnstreikaktion bei VW Automobile Leipzig: Rund 50 Beschäftigte fordern ein Angebot statt der bisher gebotenen Almosen. Foto: IG Metall

46 Kolleginnen und Kollegen der Renault-Niederlassung Berlin Fennphul haben am 21. Juni für einen ordentlichen Tarifabschluss im Bezirk demonstriert.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen unterstützten die Beschäftigten von VW Automobile Leipzig mit einer Warnstreikaktion vor dem Autohaus die Forderungen der IG Metall in der Kfz-Tarifrunde.

Drei Verhandlungsrunden haben im Bezirk bereits stattgefunden – einen Fortschritt gab es dabei nicht.. Im Gegenteil. Statt ein faires Angebot vozulegen, haben die Arbeitgeber alle Beschäftigten in der Branche gegen sich aufgebracht und keinerlei Wertschätzung für deren Leistungen erkennen lassen. Sie haben in respektloser Weise die Kolleginnen und Kollegen mit ihrem „Angebot“ verhöhnt. Die Kfz-Arbeitgeber wären gut beraten der IG Metall, jetzt endlich einen seriösen, verhandlungsfähigen Vorschlag zu präsentieren, damit der Tarifkonflikt nicht noch weiter eskaliert.

Nächster Verhandlungstermin im Bezirk: 25. Juni 2021
Ende der vergangenen Woche haben sich die Tarifparteien in Bayern und Baden-Württemberg auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Tarifrunde im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen ist aber noch nicht vorbei. Die vierte Verhandlung für das Tarifgebiet im Bezirk findet am 25. Juni in Berlin-Schönefeld statt.

Ob es dabei ebenfalls zu einer Einigung am Verhandlungstisch kommen wird, ist ungewiss. Das liegt an der Besonderheit des Tarifgebiets, erklärt Burkhard Bildt, der für das Kfz-Handwerk zuständige Gewerkschaftssekretär der IG Metall Berlin. Vor zwei Jahren haben Arbeitgeber und IG Metall vereinbart, dass die Löhne in Brandenburg ein Prozent schneller steigen sollen als in Berlin – und das möglichst jährlich. Dieses Prozent soll jedoch ein zusätzliches sein und kein Abschlag für die Berliner Beschäftigten. "Dafür haben die Kolleginnen und Kollegen von Renault heute auf der Straße gestanden", so Burkhard Bildt.

Weitere Fotos vom Warnstreik bei VW Automobile in Leipzig gibt es auf der Homepage der IG Metall Leipzig.


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