Kfz-Handwerk fordert 5,5 Prozent

  • 19.04.2013
  • pf
  • Aktuelles, Kfz

Mit 5,5 Prozent hat die Tarifkommission eine wohlüberlegte und gesamtwirtschaftlich sinnvolle Forderung aufgestellt. Für Lohnzurückhaltung, wie sie die Arbeitgeber fordern, gibt es keinen Grund. Jetzt kommt es darauf an, den Arbeitgebern in den Betrieben zu zeigen: Wir sind viele und wir sind entschlossen!

Einstimmiges Votum der Tarifkommission

Jetzt gelte es Druck zu machen für die Forderung. Einen guter Tarifabschluss erfordere eine mitgliederstarke und durchsetzungsfähige IG Metall. Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall sagte dazu: "Es kommt auf jede und jeden einzelnen an! Deshalb jetzt die Unorganisierten ansprechen und an den Aktionen der IG Metall teilnehmen."

In diesem Jahr sei die Lage differenziert zu sehen. Sie unterscheide sich nicht nur nach Branchen, sondern auch nach Betrieben. "Der größte Teil der Betriebe ist stabil. Bei einigen brummt es richtig. Und bei wenigen werden Zeitkonten abgebaut. Trotzdem geht es der Kfz-Branche insgesamt gut.

Die Branche ist zu 100% von der Kaufkraft abhängig: Export oder Globalisierung spielen keine Rolle. Deshalb brauchen wir einen Schub für die Binnennachfrage", so Höbel.

 

Weitere Forderungen sind eine Strukturkomponente, die die Unterschiede zu vergleichbaren Wirtschaftsräumen ausgleicht. Die Mitgliedsbetriebe der Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. liegen in wirtschaftlich starken Regionen. Die Einkommen stehen in keinem Verhältnis dazu. Deshalb ist eine zusätzliche Strukturkomponente gerechtfertigt, die dieses Missverhältnis ausgleicht.

 

Und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung auf

600,- € im 1. Ausbildungsjahr
640,- € im 2. Ausbildungsjahr
680,- € im 3. Ausbildungsjahr
720,- € im 4. Ausbildungsjahr

Die Bewerberzahlen im Kfz-Handwerk gehen seit Jahren zurück. Ausbildungsplätze werden zum Teil nicht besetzt. Zu einer attraktiven Ausbildung gehören Ausbildungsvergütungen, die die Kosten für Wege zum Betrieb und Berufsschule decken und ein eigenständiges Leben ermöglichen.

 

"Zu einer attraktiven Ausbildung gehören aber auch die Perspektiven der jungen Menschen nach der Ausbidung. Dazu haben wir schon im letzten Jahr die Übernahme der Ausgebildeten tarifertraglich gregelt", begründete Oivier Höbel.

 


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