Metaller-Warnstreiks unausweichlich: Demo und Kundgebung in Leipzig

  • 27.04.2013
  • md
  • Aktuelles, Metall-/Elektro, Kfz

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie sind Warnstreiks unausweichlich: Rund 500 Metallerinnen und Metaller aus Berlin, Brandenburg und Sachsen stimmten sich am Samstag in Leipzig darauf ein, nach erfolglosen Verhandlungsrunden den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen - für ihre Forderung nach 5,5 Prozent Plus. Tarifflugblatt und

Für 5,5 Prozent: Großer Auflauf in Leipzig Foto: Wolfgang Zeyen

Mit dabei waren diesmal Metaller aus dem Kfz-Handwerk im Bezirk, deren Tarifrunde mit einer Forderung nach 5,5 Prozent Plus zeitgleich läuft. Das Treffen wurde eine Demonstration von Stärke und Geschlossenheit. "Wir stehen gemeinsam für unsere berechtigte Forderung: 5,5 Prozent mehr Entgelt", sagte Bezirksleiter Olivier Höbel.

 

"Die Zeit der Diskussionen ist vorbei. Jetzt machen wir unseren guten Argumenten Beine", sagte Höbel. "Deshalb werden wir den Druck erhöhen und rufen  ab 1. Mai zu Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie auf", sagte Höbel.


"Das Angebot der Arbeitgeber lautet nicht 2,3 Prozent, sondern real 1,9 Prozent. Das ist eine Provokation für unsere Mitglieder", sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel.


IG Metall-Bezirksleiter Höbel nannte die Taktik der Arbeitgeber unverantwortlich. "Mit ihrem Angebot torpedieren sie die Inlandsnachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Das schadet der Konjunktur."
Verantwortungsvoll sei es, jetzt für Stabilität und Wachstum zu sorgen.

 

„Das  Beschäftigten haben die herausragenden Erfolge in der
Metallindustrie erarbeitet. Jetzt erwarten sie eine faire Teilhabe daran - durch höhere Tarifeinkommen. Es geht um reales Plus. Bisher wollen die Arbeitgeber nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen. Und wo bleibt da unser Anteil an den Früchten des Produktivitätsfortschritts?", kritisierte er.

 

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