Protestaktion gegen Daimlers Niederlassungs-Verkaufspläne im Osten

  • 16.12.2014
  • bg
  • Aktuelles, Kfz

Heute protestierten Daimler-Beschäftigte in Ostdeutschland gegen den geplanten Verkauf ihrer Niederlassungen durch den Autobauer. Mit bis zu jeweils 100 Beschäftigten fanden Aktionen am Dienstagnachmittag in Rostock, Schwerin, Magdeburg, Dresden, Leipzig und Erfurt statt. Hintergrund ist ein am Mittwoch geplantes Treffen der IG Metall und des Betriebsrats mit dem Daimler-Vorstand in Stuttgart, bei dem es um die Zukunft der Niederlassungen gehen soll.

Protestaktion gegen Daimlers Niederlassungs-Verkaufspläne im Osten

Die Stimmung in den Standorten wird derzeit deutlich schlechter. Knapp 90 Prozent der Beschäftigten befürchten bei einem Verkauf schlechtere Arbeitsbedingungen. Fast die Hälfte macht sich Sorgen um den Arbeitsplatz, ergab eine Umfrage bei den Beschäftigten. Ebenso schlecht beurteilen die Betroffenen das künftige Image von Daimler: Zweidrittel sind der Meinung Daimler wird an Ansehen verlieren.

 

"Für das Image von Mercedes-Benz wäre ein Festhalten an einem Verkauf schädlich. Wo Mercedes drauf steht, erwarten die Kunden auch exklusiven Mercedes-Service aus erster Hand", so Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen. 

  

Zur Zukunftssicherung wurden von den Beschäftigten der MBVG erste Eckpunkte formuliert, deren Ziel die höchstmögliche Absicherung tariflicher Standards und Regelungen sowie Sicherungszusagen der Arbeitsplätze beinhaltet. Nach dem Treffen am 17. Dezember mit dem Vorstand der Daimler AG in Stuttgart erwarten die Beschäftigten Klarheit über die Zukunftsaussichten.

 

Trotz schwarzer Zahlen hält Mercedes Benz bislang daran fest, seine Vertriebstochter im Osten loswerden. Die IG Metall hält einen Verkauf für die strategisch falsche Entscheidung.

 

Mercedes hat kein plausibles Konzept, dass der Verkauf einen nachhaltigen Vorteil liefert. Für die Beschäftigten sieht es eher nach einem Trick aus, um die Aktionären zu beeindrucken. "Tatsächlich wird das Tafelsilber ohne jede Not verscherbelt und die Arbeitnehmer in eine unsichere Zukunft geschickt“, kritisierte Höbel.

 


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