Zweite Verhandlungsrunde mit Daimler-Vertriebstochter ohne Ergebnis

  • 13.03.2015
  • bg
  • Aktuelles, Kfz

Auch die zweite Verhandlungsrunde mit der Mercedes Benz Vertriebsgesellschaft mbH (MBVG) brachte am Freitag kein Ergebnis. Wie es künftig mit den Niederlassungen sowie den 1.500 Arbeitsplätzen in Ostdeutschland nach einem möglichen Verkauf weiter geht, blieb offen. Rund 400 Beschäftigte machten vor Ort mächtig Druck.

Protest der MBVG-Beschäftigten, Fotos: Christian v. Polentz

Protest der MBVG-Beschäftigten

Die IG Metall fordert für alle ostdeutschen Standorte eine langfristige Perspektive für den Erhalt der Arbeitsplätze und der bisherigen Arbeitsbedingungen. Der Daimler-Vorstand hält trotz schwarzer Zahlen der MBVG am Verkauf seiner Vertriebstochter im Osten fest und hielt sich über einen möglichen Käufer weiterhin bedeckt.

 

Zur tarifvertraglichen Absicherung der Arbeits- und Ausbildungsplätze und der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erkannten die Arbeitgeber, aufgrund der lautstarken Proteste der Beschäftigten, erstmals ihren Handlungsbedarf an, legten jedoch keine konkreten Vorschläge vor.

 

Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, begrüßte zwar die Einsicht der Arbeitgeber, forderte jedoch jetzt auch zu raschen Ergebnissen zu kommen. »Mercedes steht unnötig auf der Bremse, anstatt den Beschäftigten jetzt schnell die erforderlichen Perspektiven für ihren Arbeitsplatz zu garantieren. Man kann nicht über Monate die eigenen Leute hängen lassen und jede verbindliche Zusagen für die Arbeitsplatze und Standorte verweigern. Wir nehmen den Daimler-Vorstand beim Wort, dass sich auch bei und nach einem Verkauf nichts ändert. Jetzt muss auch geliefert werden«, so Höbel.

 

Vor Beginn der Verhandlungen versammelten sich etwa 400 Beschäftigte aus den verschiedenen Mercedes-Benz-Niederlassungen zu einer Kundgebung vor der neuen Mercedes-Benz Vertriebszentrale im Berliner Stadtteil Friedrichshain, um der Forderung für einen Tarifvertrag zur Absicherung der Arbeits- und Ausbildungsplätze und der Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen.

 

Ein neuer Verhandlungstermin blieb zunächst offen.

 


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