Tarif/Holz- und Kunststoffindustrie

Abschlüsse im Westen stehen! "Wir lassen uns nicht abkoppeln!"

  • 01.04.2016
  • md
  • Aktuelles, Tarif, Holz und Kunststoff

Der Tarifkonflikt in Sachsens Holz- und Kunststoffindustrie spitzt sich zu. "Zur Tarifverhandlung am 5. April erwarten wir ein Angebot, das diesen Namen auch verdient", sagte Markus Plagmann von der IG Metall-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen. Bisher hätten die Arbeitgeber keine verhandlungsfähigen Angebote vorgelegt.

Holz-Tarife: Die Säge klemmt überall im Osten. Hier ein Warnstreik am 10. März im Holzkompetenzzentrum Baruth (Brandenburg) Foto: www.transitfoto.de, Christian von Polentz

Vor der nunmehr dritten Tarifverhandlung machte Plagmann für Sachsen deutlich: "Die Tarifabschlüsse, die in Baden-Württemberg, NRW, Niedersachsen sowie in Rheinland-Pfalz und Bayern erzielt wurden, sind auch für uns absolut tragbar." Getreu dem Motto "Verhandlungstage sind Aktionstage" wollen die Belegscchaften in Sachsens Holz- und Kunststoffindustrie den Forderungen der IG Metall Nachdruck verleihen.

 

Mageres Angebot auf unsere Forderungen – Fronten verhärten sich

Entgelte und Ausbildungsvergütungen sollen um fünf Prozent für zwölf Monate steigen. Es soll ein Altersteilzeit-Tarifvertrag eingeführt werden, und es muss weitere Schritte zur Ost-West-Angleichung der Flächentarifverträge geben. Die Arbeitgeber boten beim Entgelt bislang nur 1,2 Prozent ab 1. Mai 2016 und weitere 1,4 Prozent Plus ab 1. Mai 2017. Altersteilzeit lehnten sie rundweg ab, und Angleichung sei für sie nach eigener Darstellung kein Thema.

 

 


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