Metall-Elektroindustrie/Arbeitszeit

Aktionen für Angleichung im Bezirk kraftvoll gestartet

  • 22.10.2018
  • md
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Die von den IG Metallern in Automobilunternehmen und -zulieferern angekündigten Aktionen für eine Ost-West-Angleichung der Arbeitsbedingungen sind am Montag kraftvoll gestartet. Sie unterstützen damit die Position der IG Metall, die seit dem Sommer mit den Arbeitgebern Gespräche über die Ost-West-Angleichung der Arbeitsbedingungen führt.

... ohne Worte! Die Aktion bei Volkswagen Sachsen in Zwickau spricht für sich. Die Belegschaft findet: Es ist jetzt Zeit für die Ost-West-Angleichung bei den Arbeitsbedingungen. Foto: Igor Pastierovic

Beim Autozulieferer Mahle im sächsischen Reichenbach gärt es: Warum für das gleiche Geld wie im Westen einen Monat im Jahr länger arbeiten? Foto: Igor Pastierovic

Gleiche Stimmung bei den Kollegen von Mahle im brandenburgischen Wustermark: Hier machten Metaller vor Beginn der Frühschicht auf ihre Forderung nach Angleichung der Arbeitszeit aufmerksam. Foto: IG Metall

Auch die Belegschaft von Heidelberger Druck in Brandenburg meldete: Bei uns läuft's! Foto: IG Metall

Mahle Industrial Thermal Systems Chemnitz Foto: IG Metall

Mahle Industrial Thermal Systems Foto: IG Metall

Am Montag zeigten Metallerinnen und Metaller bei spontanen Aktionen Flagge für die Arbeitszeitverkürzung: Bei Volkswagen Sachsen in Zwickau, beim Autozulieferer Mahle in Reichenbach, in Bobritzsch-Hilbersdorf bei Chemnitz und im brandenburgischen Wustermark sowie bei Heidelberger Druck in Brandenburg. 

 

„Wir wollen bis Ende 2018 belastbare Eckpunkte erreichen, auf deren Grundlage Anfang 2019 Tarifverhandlungen aufgenommen werden sollen“, sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Der Flächentarifvertrag ist die richtige Ebene, um durch konstruktive Verhandlungen einen wichtigen Baustein der sozialen Einheit zu setzen. Die Beschäftigten verfolgen aufmerksam, ob auf diesem Wege Ergebnisse zu erreichen sind.“

 

Thema der ersten Gespräche war die Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die IG Metall hat deutlich gemacht, dass die Angleichung der Arbeitszeit Ost auf der Tagesordnung steht. Die absehbaren Veränderungen der Arbeitswelt erfordern neue, innovative Wege. Produktivität und bessere, kürzere Arbeitszeiten sind dabei kein Gegensatz. Mit einem differenzierten und flexiblen Einführungsmodell der 35-Stunden-Woche im Osten hat die IG Metall einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, der auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Betriebe Rücksicht nimmt.

 

„In den Belegschaften hat in den vergangenen Jahren ein intensiver Diskussionsprozess über gute Arbeit und gutes Leben stattgefunden“, so Höbel. „Die Perspektive einer Angleichung der Arbeitsbedingungen durch eine Arbeitszeitverkürzung im Osten hat dabei eine herausragende Rolle gespielt. Diese Diskussion wird auch im Mittelpunkt von betrieblichen Aktionstagen in dieser Woche stehen.