JAV-Konferenz

Jugend tauschte sich drei Tage lang aus. Fazit: Netzwerken gelungen!

  • 21.06.2021
  • ag-tt
  • Aktuelles, Jugend/Azubis

„JAV-Netzwerke“ – 60 Jugend- und Auszubildendenvertreterinnen und -vertreter aus 28 Betrieben und 9 Geschäftsstellen setzten den Titel der ersten Konferenz für Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen direkt in die Tat um. Drei Tage lang netzwerkten die jungen Metallerinnen und Metaller vom 16. bis 18. Juni – coronakonform – in Erkner, tauschten sich in Workshops aus und freuten sich über ein „Stück Normalität“.

60 Jugenvertreterinnen und -vertreter aus 28 Betrieben, 9 Geschäftsstellen und 5 Branchen trafen sich zur ersten JAV-Konferenz im Bezirk. Fotos: Chris Lässig – creativelens

Die Teilnehmenden waren hoch erfreut, sich endlich wieder einmal in Präsenz treffen zu können.

Coronakonforn – gestestet, mit Maske und Abstand – fand die Konferenz mit einem strengen Hygienekonzept statt.

Sammeln für den Themenspeicher unter freiem Himmel

Die Teilnehmenden repräsentierten nicht nur den gesamten Bezirk, sondern auch ganz unterschiedliche Branchen aus dem Einzugsbereich der IG Metall. Jugendvertreterinnen und -vertreter aus der Kontraktlogistik, der Holzbranche und dem Kfz-Handwerk waren ebenso dabei wie junge Kolleginnen und Kollegen aus der Stahl-, Metall- und Elektroindustrie. Sie alle waren froh, dass erstmals nach langer Coronazwangspause wieder eine Veranstaltung in Präsenz stattfinden konnte. Nach einigen verschobenen JAV-Seminaren war die Konferenz für viele Teilnehmende die erste Bildungsveranstaltung seit Beginn ihrer Amtszeit oder sogar seit Beginn der Pandemie. „Dank für ein Stück Normalität“ stand daher am Ende der Konferenz ganz oben auf der Feedback-Agenda.

Aufatmen – Treffen in Präsenz
„Diese Konferenz war überfällig und fast schon eine Erlösung nach Corona. Endlich konnten wir uns wieder austauschen und auf persönlicher Ebene begegnen“, resümierte Jakob Heidenreich, Jugendbildungsreferent im Bezirk, nach der Konferenz. „Gerade wegen der vielen ausgefallenen Grundlagenseminare habe ich das Gefühl, dass die Gremienvertreterinnen und -vertreter jetzt noch  deutlich motivierter und handlungsfähiger sind, in den Betrieben etwas zu reißen!“

Ein paar Spuren hinterließ Corona – oder besser das, was Corona Veranstaltungen aktuell auferlegt – allerdings auch auf der JAV-Konferenz. Los ging es am Mittwoch, 16. Juni, nämlich zunächst mit den obligatorischen Coronatests aller Teilnehmenden (alle negativ). Ebenso verpflichtend waren auch die medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken, die die jungen Metallerinnen und Metaller während der gesamten Konferenz tragen mussten. Zum Durchatmen ging es – vor allem in Gruppenarbeiten auch regelmäßig nach draußen –,  wo die Bedeckung unter Einhaltung des Abstands auch vorübergehend abgenommen werden durft.

Impulse aus der Gegenwart für die Zukunft
Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Astrid Gorsky mit Impulsen aus der aktuellen Zeit. Die Bezirksjugendsekretärin in Berlin-Brandenburg-Sachsen, streifte Themen, die von Tarifpolitik über gesellschaftliche Themen bis hin zu Bundestagswahlen und betriebspolitischen Schwerpunkten reichten. Direkt im Anschluss folgten Christian Stoll, von der TU Berlin und Kai Buchmann aus dem IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel mit Vorträgen zum Thema Digitalisierung in der beruflichen Bildung. Sie sprachen über theoretischen Grundlagen, richteten einen Blick in die Zukunft oder benannten Handlungsmöglichkeiten der JAV. Vertieft wurde das Thema in einer großen Diskussionsrunde, in der die JAVis von ihrer betrieblichen Praxis berichteten.

Arbeiten in Workshops
Der zweite Tag stand vollständig im Zeichen der Workshops. Zu Beginn der Konferenz hatten sich die Teilnehmenden ein Thema aussuchen können, das sie dann den ganzen Tag über vertiefend behandeln konnten. Sie arbeiteten zu folgenden Workshopthemen:

  • Arbeit als 1er-JAV: kleines Gremium – große Wirkung
  • Tue Gutes und rede darüber: Öffentlichkeitsarbeit im Betrieb und Sichtbarkeit der JAV-Arbeit
  • Jugendversammlungen – Rederhetorik: kreative Gestaltungswerkzeuge für Jugendversammlungen
  • JAV-Geschäftsführung und -Arbeitsorganisation
  • Übernahme der Auszubildenden und Weiterbildung im Betrieb gestalten
  • Ausbildungsinhalte und betrieblicher Ausbildungsplan – was gehört rein?

Am dritten Tag war auch Corona wieder Thema der Konferenz, allerdings nur thematisch. Die Teilnehmenden blickten auf die Auswirkungen der Pandemie auf Ausbildungssituation und Zukunftsperspektiven der jungen Generation. Daneben beschäftigten sie sich aber auch mit der Modernisierung des BetrVG sowie der Novellierung des BBiG und der Frage, wie politische Entscheidungen auf die betriebliche Praxis Einfluss nehmen.

Feedback-Runde: „Wann ist das nächste Mal?“
Eine große Feedbackrunde beendete die Konferenz am Freitag. Dabei gab es viel Lob für die erste JAV-Konferenz im Bezirk. „Das ist die Magie der IG Metall. Man geht mit sehr viel Motivation hier weg“, sagte ein Jugendvertreter aus der Geschäftsstelle Leipzig. Ein Kollege aus der Geschäftsstelle Dresden-Riesa erklärte: „Das waren sehr schöne drei Tage, in denen ich viel gelernt habe und mitnehmen konnte.“
Andere konnten eine Fortsetzung der „sehr gut organisierten“ Konferenz kaum erwarten und fragten: „Wann ist das nächste Mal?“


Fazit: Konferenz – ein voller Erfolg! „Super coole JAVis“ haben den Titel der Konferenz bestens umgesetzt: Netzwerken gelungen!

 


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