Tarife/Sachsen

Schnellecke Sachsen: Metall-Tarif 2018 durchgesetzt

  • 06.06.2018
  • md
  • Aktuelles

Geschafft: Der neue Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie wurde am Mittwochmorgen auf die Standorte von Schnellecke Logistics Sachsen übertragen. Die im Metall-Tarif vereinbarten 4,3 Prozent Entgeltplus sowie 100 Euro Einmalzahlung hatte das Unternehmen ab April bereits gezahlt. Das Ringen um die wertgleiche Übernahne der anderen Elemente des Tarifwerks 2018 dauerte noch einmal 17 Stunden.

Erschöpft, aber glücklich über das Erreichte: Die Verhandlungskommission von Schnellecke nach 17 Stunden Verhandlung am 6. Juni in Berlin Foto: IG Metall

"Das ist ein absolut fairer Abschluss. Er wäre nicht möglich gewesen ohne das entschlossene Engagement der Metallerinnen und Metaller von Schnellecke in Sachsen, die sich vom ersten bis zum letzten Tag dieser Tarifrunde für ihre Interessen stark gemacht hatten", sagte Sabine Zach, Verhandlungsführerin für die IG Metall. Die wertgleiche Übernahme des Tarifergebnisses für die sächsische Metall- und Elektroindustrie werde der hohen Leistungskraft und Leistungsbereitschaft der Metallerinnen und Metaller bei Schnellecke vollständig gerecht.

 

Das Ergebnis im Detail: Der Vorbehalt, unter dem Schnellecke seit 1. April die Entgelterhöhung von 4,3 Prozent und die Einmalzahlung von 100 Euro (Auszubildende 70 Euro) gezahlt hatte, wird aufgehoben.

 

Die Beschäftigten haben Anspruch auf tarifliches Zusatzgeld (T-ZUG A) in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsverdienstes wie in der ME-Industrie Sachsen. Außerdem besteht für 2019 Anspruch auf T-ZUG B in Höhe von 400 Euro, das ab 2020 jährlich 12,3 Prozent des Grundentgelts der jeweils gültigen Entgeltgruppe 5 beträgt. Alle Beschäftigten haben das Recht zu wählen, ob sie anstelle von T-ZUG A und B insgesamt acht freie Tage nehmen wollen. Diese freien Tage können wie Urlaub beantragt und genommen werden. Wenn Beschäftigte  zum Stichtag 30. Juni eines Jahres mehr als 30 Minusstunden auf dem Arbeitszeitkonto haben, werden die zusätzlichen freien Tage mit der Sollarbeitszeit verrechnet.

 

Schließlich vereinbarten die Tarifparteien, ab 1. April 2020 die Ergebnisse des Flächentarifvertrags der Metall- und Elektroindustrie Sachsens zu übernehmen.

 


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