Neue Halberg Guss

Wieder Warnstreik: Metaller der Neuen Halberg Guss im Kampfmodus

  • 11.06.2018
  • md
  • Aktuelles

Die Metallerinnen und Metaller der Leipziger Gießerei Neue Halberg Guss versammelten sich am Montag erneut zum Warnstreik vor ihren Werkhallen. Deutlich zeigten sie: "Wir sind jetzt im Kampfmodus, wir sind stinksauer." Die Kolleginnen und Kollegen von Volkswagen, einem Hauptabnehmer der Guss-Produkte aus Leipzig, sandten eine Solidaritätsadresse.

Die Warnstreikenden der Neuen Halberg Guss sind nicht allein: Solidarität kam von den Metallerinnen und Metallern von Volkswagen Sachsen Foto: Wolfgang Zeyen

Wieder hat eine komplette Schicht der Leipziger Gießerei Neue Halberg Guss die Arbeit niedergelegt. Aus Protest gegen die angekündigte Schließung ihres Werkes beteiligten sich am Montag rund 350 Beschäftige an einem zweistündigen Warnstreik.

 

Am 13. Juni beginnt in Saarbrücken die erste Verhandlungsrunde mit der IG Metall, dem Betriebsrat und der Geschäftsführung der Prevent-Gruppe, zu der die Gießerei seit einigen Monaten gehört. Dort will die IG Metall auf ihre Forderungen pochen. "Es geht um die Abkehr von den Schließungsplänen und um einen Sozialtarifvertrag", betonte Bernd Kruppa, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig.

 

Die Neue Halberg Guss hatte vergangene Woche mitgeteilt, das Werk in Leipzig solle Ende 2019 geschlossen werden – das wäre das Aus für etwa 750 Beschäftigte, davon etwa 150 Leiharbeiter. Der Betrieb in Saarbrücken soll dagegen weitergehen.

 

Solidarische Unterstützung für den Kamf der Leipziger kommt von den Metallerinnen und Metaller von Volkswagen in Zwickau: "Lasst Euch nicht spalten, liebe Kolleginnen und Kollegen", heißt es in der Solidaritätsadresse. "Lasst Euch nicht zum Spielball zwischen Großkonzernen machen, sondern steht zusammen im Kampf um einen Sozialtarifvertrag", schrieben die Zwickauer.

 

Seit langem gibt es eine harte Auseinandersetzung zwischen dem Autobauer Volkswagen und einem seiner größten Zulieferer, der Prevent-Gruppe. Sie liefert VW Kurbelgehäuse, Zylinderköpfe und Kurbelwellen und hatte den Konzern mit hohen Preisforderungen konfrontiert.


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