3,8 Prozent Plus für Beschäftigte der ostdeutschen Stahlindustrie - Ziel erreicht

  • 30.11.2011
  • md
  • Aktuelles, Tarif

Die 8 000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie erhalten ab 1. Dezember 3,8 Prozent höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen. Darauf einigten sich IG Metall und Stahlarbeitgeber. Auszubildende werden nach bestandener Abschlussprüfung in der Regel in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit, der am 31. Dezember 2011 enden sollte, wird verlängert.

Foto: transit Berlin

Ziel erreicht: Mehr Geld, unbefristete Übernahme nach der Ausbildung, bessere Altersteilzeit

Damit können weiterhin vier Prozent der Arbeitnehmer über 55 Jahren mit 85 Prozent ihrer letzten Bezüge aus dem Arbeitsleben aussteigen. Die Arbeitgeber zahlen für sie jetzt 100 statt bisher 95 Prozent des Rentenbeitrags ein. Die Tarifvertragsparteien vereinbarten die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sich mit Möglichkeiten zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben neben der Altersteilzeit befasst.
 
Olivier Höbel, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, erklärte dazu: „Mit dem Tarifergebnis haben wir unser Ziel erreicht. Alle Beschäftigten erhalten mehr Geld, und die unbefristete Übernahme für Ausgebildete haben wir durchgesetzt. Die Älteren werden auch künftig früher ausscheiden können. Möglich wurde dieses Ergebnis durch die hohe Beteiligung an den Warnstreiks. Wir setzen damit in Ostdeutschland ein wichtiges Signal für die junge Generation, hier zu bleiben und für die eigenen Interessen zu streiten.“
 
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2013.


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