Altersteilzeit-Tarifverträge für Berlin und Brandenburg gekündigt

  • 10.07.2008
  • bk
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Die IG Metall-Tarifkommisionen für die Metall-und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg und für die sächsischen Betriebe im VME haben beim Vorstand die Kündigung der Tarifverträge über Alterteilzeit zum 30.09.2008 beantragt.

Metallerinnen und Metaller von Mercedes Benz Berlin fordern bei einer Protestkundgebung einen neuen Tarifvertrag Altersteilzeit.

"Ein deutliches Signal, an die Arbeitgeber, dass die IG Metall bereit und in der Lage ist, in allen Tarifgebieten für eine Neuregelung der Altersteilzeit zu kämpfen, wenn es nicht gelingt, bis zum Beginn der Entgeltrunde eine neue Altersteilzeit zu tarifieren", sagte Bezirksleiter Olivier Höbel am Donnerstag in Berlin.

 

Nach bundesweit 18 Verhandlungsrunden, sieben davon in Baden-Württemberg, wurden die Verhandlungen dort ergebnislos beendet. Das ist eine unerhörte Provokation gegenüber der IG Metall und den mehr als 360 000 Beschäftigten, die sich bundesweit mit Warnstreiks und Aktionen für eine neue Altersteilzeit eingesetzt haben!

 

In der siebten Verhandlung, am 27. Juni 2008 in Böblingen, stand die IG Metall kurz vor dem Abschluss eines Tarifvertrages zur Altersteilzeit. Doch dann sind die Arbeitgeber plötzlich zurückgerudert. Was vorher schon fast geklärt war, das haben sie einfach wieder vom Tisch gefegt. Wenn es nach den Arbeitgebern geht, dann soll es in den meisten Betrieben nur noch für 2 Prozent der Beschäftigten einen Anspruch auf Altersteilzeit geben. Die Mehrzahl der Beschäftigten, ja sogar ganze Beschäftigungsgruppen wie etwa Facharbeiter, kaufmännische Angestellte oder Ingenieure, werden damit faktisch von der Altersteilzeit ausgeschlossen.

 

Wie geht es weiter?

 

Die IG Metall wird das Verhalten der Arbeitgeber nicht hinnehmen. Sie akzeptiert nicht, dass die Arbeitgeber völlig allein entscheiden wollen, wer in Altersteilzeit geht. Sie akzeptiert nicht, dass sich die Unternehmen aus der Verantwortung stehlen. Am 1. Juli hat der Vorstand der IG Metall auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung erklärt: Die Arbeitgeber müssen zurück an den Verhandlungstisch! Und die Beschäftigten werden ihnen zeigen, dass sie eine echte Altersteilzeit wollen, und keine Altersteilzeit nach Gutsherrenart!

 

 

 


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