Filmdiskussion über Produktqualität in Berlin offenbarte Frust vieler Ingenieure

  • 14.01.2014
  • md
  • Aktuelles

Was bitte ist geplante Obsoleszenz? Ein allgemeines Ärgernis: Wenn nämlich Elektrogeräte genau nach Ablauf der Garantiezeit kaputt gehen, wenn ihre Reparatur teurer wird als eine Neuanschaffung.

Foto: IG Metall

In ihrem Film »Kaufen für die Müllhalde«  untersucht die Regisseurin Cosima Dannoritzer dieses Phänomen. Nach einer Aufführung im IG-Metall-Haus in Berlin-Kreuzberg diskutierten rund 80 Studierende mit Metallerinnen und Metallern darüber länger, als der Film gedauert hatte.

 

Produkte könnten länger halten

Dabei kam heraus: Sind Produkte weniger langlebig als nach dem Stand der Technik möglich, ist das nicht allein ein Problem der Konsumenten, und es leidet nicht nur  die Nachhhaltigkeit. Unter Ingenieuren und Entwicklern wächst in letzter Zeit der Unmut darüber, von vornherein Produkte auflegen zu müssen, die bei meist gleichem Kostenaufwand nicht so hochwertig sind, wie sie sein könnten. »Es ist wichtig, an den Produzentenstolz zu appellieren, damit sich hier etwas ändert«, sagte Bezirksleiter Olivier Höbel in der Diskussion.

 

Neuausrichtung einer Branche?

Ein Umdenken in dieser Frage  betrift die Struktur einer Riesenbranche. Wenn weniger Elektrogeräte hergestellt werden, muss das nicht zwangsläufig Arbeitsplätze kosten. Denn es müsste dann mehr repariert und viel mehr nachgerüstet werden – eine gigantische Neuaufstellung wäre nötig. Denkanstöße zu nachhaltiger Produktqualität gibt ab März eine Ausstellung im IG?Metall-Haus: »Murks – Nein, danke!«. 

 

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