Berufliche Bildung im Bezirk

Sascha Hahn arbeitet seit Juni 2016 am Thema „Berufliche Bildung“ bei uns im Bezirk

  • 30.08.2016
  • aw
  • Aktuelles, Berufliche Bildung, Jugend/Azubis

Mehr Ausbildungsplätze in den Betrieben, die Wertigkeit der Ausbildung in den Betrieben stärken – das sind Themen, die Sascha Hahn im Team der Bezirksleitung Berlin, Brandenburg und Sachsen voranbringt. Was genau hat er vor? Wie will er seine Ziele erreichen? Hier geht es zum Interview…

Sascha Hahn

Berufliche Bildung ist ein weiter Begriff. Wie definierst Du „Berufliche Bildung“?

 

In meiner Arbeit geht es vor allem um drei Schwerpunkte: Digitalisierung in der Berufsausbildung, persönliche und betriebliche Weiterbildung sowie die Attraktivität der Berufsausbildung.

 

Was willst Du mit Deiner Arbeit in unserem Bezirk erreichen?

 

Die berufliche Bildung ist genauso schnelllebig und vielfältig wie die Arbeitswelt. Dabei besteht natürlich immer die Gefahr, dass man den Anschluss verliert und abgehängt wird. Ich will, dass wir als Bezirk zum Treiber bei diesem Thema werden und nicht nur darauf warten, wann wir reagieren können.

 

Ein Schwerpunkt Deiner Arbeit ist die Vernetzung der Akteure. Warum ist Dir das wichtig?

 

In Gesprächen mit unterschiedlichen Ausbildern, Betriebsräten und Jugendvertretern in unserem Bezirk war ich immer wieder überrascht, wie viel geniale Ideen es zur Berufsausbildung und zur Weiterbildung gibt. Egal ob das berufsübergreifende Projekte, neue Werkzeuge in der Ausbildung oder Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. Allerdings kämpft da meist jeder bei sich vor Ort allein. Ich will diese Ideen alle auf einen Tisch bringen und sie als gemeinsames Projekt angehen und umsetzen.

 

Die „Digitalisierung der Berufsausbildung“ ist ein weiterer Schwerpunkt. Was meinst Du damit?

 

Die Anforderungen an die frisch ausgelernten Facharbeiter steigen enorm. Da muss der Instandhalter der Roboteranlage nicht nur die Programmiersprache drauf haben, sondern am besten gleich noch die Feinheiten des zu verarbeitenden Materials in der Anlage kennen. Was aber in seinem erlernten Beruf überhaupt keine Rolle gespielt hat. Daher müssen wir genau hinschauen, wie wir die Aus- und Weiterbildung effizienter und hochwertiger gestalten. Ganz gleich ob das nun Werkezeug, Material oder Methodik anbelangt. Denn am Ende steht für mich der Auszubildende im Vordergrund, der seine Prüfung bestehen muss.

 

Welche konkreten ersten Aktionen planst Du?

 

Ich bin gerade noch dabei, mich mit allen Geschäftsstellen dazu abzustimmen. Wer jetzt schon Fragen zu Aus- und Weiterbildung hat oder das Thema mit gestalten will und nur darauf wartet, dass es endlich los geht, einfach bei mir melden.  

 

 

Zur Person:

 

Nach einer Ausbildung im Volkswagen Fahrzeugwerk Zwickau war Sascha Hahn Jugendvertreter und auch Vorsitzender der Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung der Volkswagen Werke in Sachsen. Kontakt: sascha.hahn@igmetall.de


Drucken Drucken