Tarifergebnis für die ostdeutsche Stahlindustrie erzielt

  • 27.09.2006
  • md
  • Aktuelles

500 Euro für 4 Monate, 750 Euro Einmalzahlung, 3,8 Prozent für 13 Monate, Lehrmittel für Azubis frei und Perspektive für Beschäftigung - Darauf einigten sich IG Metall und Arbeitgeber am Mittwoch in Berlin für die 8000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie nach fünfstündigen Verhandlungen.

Verhandlungsführer Olivier Höbel (li) und Helmut Koch: Die Tarifrunde Stahl Ost ist beendet.

Die Tarifkommission hat das Verhandlungsergebnis am Mittwoch nachmittag einstimmig angenommen. “Insgesamt ein akzeptabler Abschluss. Er ist materiell besser als 2005”, so der Tenor der Diskussion. Neben der Lehrmittelfreiheit wurde die Übernahme der Auszubildenden fortgeschrieben.

"Ein akzeptables Ergebnis", sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Bezirksleiter Olivier Höbel. "Der Tarifabschluss bringt unseren Mitgliedern einen akzeptablen Anteil an der guten Ertragslage der Stahlunternehmen. Großer Dank gilt den über 2000 Warnstreikenden, die unsere Position am Verhandlungstisch stärkten."

 

Die neuen Tarifvereinbarungen bieten neben mehr Geld auch Perspektiven für Arbeit. Als erste Maßnahme wurde vereinbart, die Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung bis 2010 und zur Altersteilzeit bis 2009 festzuschreiben. Erstmals verpflichteten sich die Tarifparteien, gemeinsam Beiträge zur Gestaltung des demografischen Wandels in den neuen Bundesländern zu entwickeln. Dazu wird eine paritätische Kommission gebildet. “Damit betreten wir tarifpolitisches Neuland. Es ist ein erster Schritt, Probleme anzugehen, die der demografische Wandel in den neuen Ländern aufwirft - wie alternde Belegschaften, Halbierung von Geburtenraten und die hohe Abwanderung qualifizierter junger Leute”, sagte die für Stahl zuständige Bezirkssekretärin Jutta Ehlers.

 

Stahlnachrichten Nr. 06


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