Warnstreik: Beschäftigte von EDS Eisenhüttenstadt wehren sich

  • 10.02.2009
  • md
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Mit einem zweistündigen Warnstreik haben 30 Beschäftigte des IT-Dienstleisters EDS in Eisenhüttenstadt am 10. Februar nachdrücklich gegen geplante Entlassungen, für tariflich abgesicherte Arbeitsbedingungen und mehr Entgelt demonstriert. Die Ingenieure und technischen Kräfte warnten die Geschäftsführung ihrer Konzernmutter Hewlett Packard, weiterer Personalabbau würde zwangsläufig zu Lasten der Qualität der Dienstleistung gehen. Solche Kürzungsmaßnahmen seien nicht plausibel in einem IT-Unternehmen, das schwarze Zahlen schreibt.

"Es brennt": Ingenieure von EDS Eisenhüttenstadt gehen erstmals in Warnstreik

"Wir fordern Tarifverträge zur Standort- und Beschäftigungssicherung,  wir wehren uns gegen unsinnige Stellenkürzungen, und wir wollen unsere Arbeits- und Entlohnungsbedingungen tariflich geregelt sehen", sagte die Betriebsratsvorsitzende Anke Krüger. Die Übernahme von EDS durch Hewlett Packard, wo bislang keine Tarifverträge gelten, dürfe nicht zum Verlust von wichtigen Standards der Arbeit bei dem IT-Dienstleister führen, so Krüger.

 

"Gleich beim ersten Warnstreik 100 Prozent der Belegschaft vor der Tür - das ist ein deutliches Signal an das EDS-Management, nun endlich mit der IG Metall und Ver.di vernünftig zu verhandeln", sagte Jutta Ehlers, Tarifsekretärin des Bezirks Berllin-Brandenburg-Sachsen. Kosteneinsparungsprogramme, die vor allem auf Entlassungen setzten, seien weder innovativ noch kreativ. "Hier verlangen wir, dass das Unternehmen den Ansprüchen gerecht wird, die es ansonsten an die eigenen hochqualifizierten Beschäftigten stellt", sagte Ehlers.

 

Ebenfalls am Dienstag waren Belegschaften an allen Standorten von EDS in der Bundesrepublik in den Warnstreik getreten.

 


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