BETRIEBSRATSWAHLEN 2022

„Der Betriebsrat ist ein Motor, der viel in Bewegung bringen kann“

  • 08.03.2022
  • vw/igm
  • Aktuelles, Betrieb, Betriebsratswahlen

Tanja Scholz arbeitet seit mehr als zehn Jahren bei Alstom in Hennigsdorf. Jetzt kandidiert sie erstmals als Betriebsrätin bei den anstehenden Wahlen. Bereits seit 2019 engagiert sie sich als IG Metall-Vertrauensfrau im Unternehmen. Was sie an der Aufgabe als Betriebsrätin reizt, schildert Tanja Scholz im Folgenden.

Tanja Scholz ist Leiterin des IG Metall-Vertrauenskörpers bei Alstom in Hennigsdorf und kandidiert jetzt erstmals bei den Betriebsratswahlen. (Foto: Volker Wartmann)

„Ich kandidiere als Betriebsrätin, weil ich bei uns im Unternehmen etwas bewegen und verändern will. Ich möchte meine Meinung mit anderen austauschen und auch mit dem Arbeitgeber über konkrete Verbesserungen für meine Kolleginnen und Kollegen verhandeln. Als Betriebsrätin geht es mir darum, Prozesse und Veränderungen aktiv mitzugestalten. Ich möchte nicht anonym bleiben, sondern sicht- und hörbar Position beziehen und mir das nicht aus der Hand nehmen lassen. Der Betriebsrat ist ein Motor, der viel in Bewegung bringen kann.

Viele Kolleginnen und Kollegen stehen nur wenig oder gar nicht im Austausch untereinander. Es gibt mehr oder weniger eine unsichtbare Masse an Arbeitenden. Der Arbeitgeber darf aber nicht das Gefühl haben, dass wir nur eine anonyme, stille und träge Masse sind. Daher wünsche ich mir, dass sich die Kolleginnen und Kollegen mehr trauen, ihre Meinung zu äußern.

Ein wichtiges Thema für die Angestellten sind sicherlich die künftigen Regelungen zu mobilem Arbeiten. Unsere aktuelle Betriebsvereinbarung zum Thema sieht mobiles Arbeiten bisher nur für die Zeit der Coronapandemie vor. Viele Angestellte haben aber den Wunsch, auch nach dem Ende der Pandemie die Möglichkeit zu haben, weiterhin gelegentlich mobil arbeiten zu können.

Ich engagiere mich seit Ende 2019 als IG Metall-Vertrauensfrau bei uns im Unternehmen und bin seit 2020 Leiterin des Vertrauenskörpers. Insgesamt hat die Arbeit der Vertrauensleute in den vergangenen zwei Jahren schon einiges gebracht, auch wenn ihr Aktionsradius durch die Coronapandemie erheblich eingeschränkt war und die Vertrauensleute mit vielen Kolleginnen und Kollegen nicht direkt kommunizieren konnten, weil viele mobil zu Hause arbeiten. Dennoch ist es spürbar, dass die Vertrauensleute bei uns mittlerweile eine zunehmend größere Bedeutung für den Betriebsrat und auch für viele Kolleginnen und Kollegen haben.

Der Alstom-Konzern mit seinen zwölf Standorten in Deutschland befindet sich bekanntermaßen seit längerem in einer schwierigen, wirtschaftlichen Lage. Der Gesamtbetriebsrat vertritt in den Gesprächen und Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite die Interessen aller Standorte. Es muss darum gehen, dass die Kolleginnen und Kollegen an allen Standorten gute und ausreichend Arbeit haben. Dafür brauchen wir eine große Solidarität untereinander. Nur gemeinsam sind wir stark. Wir dürfen uns als Standorte nicht gegeneinander ausspielen lassen."

 

Tanja Scholz ist 56 Jahre alt und arbeitet seit 2011 bei Alstom – ehemals Bombardier – in Hennigsdorf. Die gelernte Industriekauffrau ist im Projektmanagement tätig. Bei Alstom in Hennigsdorf finden die Betriebsratswahlen am 8. und 9. März statt.


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