Tarife/Metall-Elektro

Höbel: Teilzeit nach oben öffnen, Vollzeit nach unten! Am Montag 1970 Metaller im Warnstreik

  • 08.01.2018
  • md
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1970 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen folgten am Montag dem Warnstreikaufruf der IG Metall. Mit Arbeitsniederlegungen von bis zu zwei Stunden verliehen sie ihrer Forderung nach sechs Prozent mehr Entgelt und Wahlmöglichkeiten für moderne Arbeitszeitmodelle Nachdruck.

Warnstreik in Berlin Foto: Christian von Polentz, transitfoto.de

Hennigsdorf: Bombardier ist kampferprobt Foto: Christian von Polentz, transitfoto.de

VW-Motorenwerk Chemnitz: Warnstreik am 8. Januar

Außerdem strebt die IG Metall eine Verhandlungsverpflichtung zur Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit an.

 

 

Der Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Olivier Höbel, war mit der regen Teilnahme an den Warnstreiks im gesamten Tarifgebiet zufrieden.  „Unser Modell der kurzen Vollzeit ist ein neuer, besserer Weg jenseits der Trennung zwischen Vollzeit plus Mehrarbeit und Teilzeit ohne Rückkehrrecht“, sagte Olivier Höbel. Teilzeit brauche ein Recht auf Öffnung nach oben, Vollzeit brauche ein Recht auf Absenkung, so Höbel.

 

In Berlin demonstrierten rund 700 Beschäftigte des Aufzugbauers Otis, von MAN Diesel & Turbo SE, Borsig, KB Powertech und Robert Bosch Steering.

 

Im brandenburgischen Hennigsdorf legten 400 Beschäftigte bei Bombardier Transportation und Bombardier Transportation (PPC) Germany die Arbeit nieder.

 

In Sachsen traten420 Beschäftigte im Motorenwerk Chemnitz von Volkswagen Sachsen in den Warnstreik. In Leipzig versammelten sich rund 450 Metallerinnen und Metaller aus Gießereibetrieben zu einer Warnstreikkundgebung.

 

Für den späten Abend ist einWarnstreik bei GKN Driveline in Zwickau geplant.