5. Modulreihe

Die Modulreihe "Junge Aktive - Qualifizieren fürs Ehrenamt" findet 2017/2018 schon zum fünften Mal statt. Insgesamt 15 Tage dauert die Qualifizierung, verteilt auf fünf Termine in einem Jahr. Es handelt sich um eine Projektausbildung für Vertrauensleute, Betriebsrats- und Jugendvertretungsmitglieder sowie engagierte Kolleginnen und Kollegen.

 

Im August 2017 trafen sich die elf Jungen Aktiven in Berlin zum ersten Modul ihrer Qualifizierungsreihe und stellten ihre Projektideen vor. Beeindruckend waren die gute Stimmung und die konstruktive Zusammenarbeit. 

Hand drauf

Im Februar 2017 wurden in der BMW Niederlassung Berlin erstmalig neue Vertrauensleute gewählt. Jetzt geht es darum, die Vertrauensleute für ihr Ehrenamt fit zu machen. Annett Hargesheimer, Leiterin der Vertrauensleute und Dana Schnitzker, Vertrauensfrau, wollen sie mit ihrem Projekt „Ganz oder gar nicht“ präzise informieren, aufklären und mobilisieren. „Am Ende des Projekts wollen wir eine starke Mannschaft sein“, so die Vertrauensfrauen. „Gemeinsam mit dem Betriebsrat werden wir gewerkschaftliche Ziele verwirklichen.“

Betriebsvereinbarung Ausbildung 1.0

Um die Berufsausbildung zu verbessern, erarbeitet Martin Raschke, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) im VW Motorenwerk Chemnitz eine umfassende Betriebsvereinbarung. Dabei geht es um Inhalte wie Lernmittelzuschuss und die Integration von Lerninseln. „Für eine hochwertige Ausbildung hat die Schichtarbeit von Azubis keinen Mehrwert“, sagt Martin. „Wer nachts arbeitet, ist nicht so aufnahmefähig wie in einer Normalschicht.“

Belegschaft aktivieren!

Das Projekt „Der Motor für Chemnitz“ will die Kolleginnen und Kollegen des VW Motorenwerkes Chemnitz für die zukünftigen Herausforderungen auf Trab bringen. Im ersten Schritt werden Aktionen rund um die Tarifrunde 2018 frischer gestaltet. „Die IG Metall soll spürbar sein und Spaß machen“, berichtet Vertrauensmann Philipp Uhle. „Davon verspreche ich mir, dass sich das Engagement langfristig erhöht.“

Eine bessere Zukunft für Linde + Wiemann

Anfang 2019 soll bei Linde + Wiemann in Elstra der Flächentarif gelten. „Das schaffen wir nur mit mehr Mitgliedern“, sagt Lars Pietsch, Vertrauensmann und Betriebsratsvorsitzender. Sein Projekt soll möglichst viele Beschäftigte im Unternehmen erreichen und ihnen den Sinn von Gewerkschaftsarbeit vermitteln. Durch gezielte Pressearbeit soll regional ein großes Publikum erreicht werden.

Fair Play

Mit ihrem Projekt „Fair Play“ wollen die Vertrauensleute Marcel D‘Amico und Toni Büchner im Porsche Werk Leipzig die Kolleginnen und Kollegen im Angestelltenbereich (indirekter Bereich) erreichen. Im ersten Schritt werden die persönlichen und beruflichen Interessen der Angestellten erfragt. Die Vertrauensleute wollen herausfinden, wie die IG Metall die Angestellten im Betrieb unterstützen und ihnen helfen kann. Ziel ist es, die Angestellten für Gewerkschaftsarbeit zu gewinnen. „Fair Play“ bedeutet, dass alle gemeinsam für Arbeitnehmerrechte eintreten. Eine maßgeschneiderte Broschüre soll dabei unterstützen.

Zusammen geht´s voran

 

Eine aktive und engagierte Jugend ist wichtig und stärkt die gesamte Belegschaft. Das möchte Anne-Lynn Schneider, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) im Bombardier Werk Görlitz, voranbringen. Das Projekt beschäftigt sich mit der allgemeinen Lage in der Ausbildung. Die Azubis sollen motiviert werden, ihre Themen und Anliegen direkt mit der JAV zu besprechen. Dafür sollen Teams gebildet werden, die einen Informationsaustausch sicherstellen. „Wir sollten alle an einem Strang ziehen, um gemeinsam unsere Herzensangelegenheit zu bewegen“, so Lynn. „Unser Ziel ist es, einen Jugendvertrauenskörper zu gründen.“

 

„Haste Bock…

…mehr über die Arbeit von Vertrauensleuten zu erfahren?“ ist das Motto des Projekts von Nico Körner, Ivan Markovic, Mike Frommhold, Vertrauensleute im Porsche Werk Leipzig. Sie wollen über ihre Aufgaben informieren. Außerdem wollen sie das Verständnis für die Arbeit der Gewerkschaft und eine Mitgliedschaft wecken. Dafür erstellen sie einen Info-Flyer für alle Kolleginnen und Kollegen.


Gruppen

Pinnwand

  • Zerschlagung der Gewerkschaften 1933
  • "Arbeit: sicher und fair - FÜR ALLE"
  • Respekt! Kein Platz für Rassismus
  • Zwischen Familie und Beruf ist kein Platz für ein Oder!
  • Mitglied werden in der IG Metall

WIR in der IG Metall

  • Kevin Schuffenhauer

    Betriebsrat, Volkswagen Sachsen Motorenwerk Chemnitz

    "Flexibilisierung der Schichtsysteme darf keine Einbahnstraße nur für die Arbeitgeber sein. Das lässt sich gut regeln. Wir haben dazu eine Betriebsvereinbarung geschlossen und somit können die Beschäftigten und wir mitgestalten."

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  • Lisa Koischwitz

    Mitglied der Vertrauenskörperleitung bei Volkswagen Sachsen im Fahrzeugwerk Zwickau

    "Mit Hilfe einer 35-Stunden-Woche wird aus Teilzeit endlich Vollzeit.‘‘

    mehr
  • Daniel Fritzsch

    Betriebsrat bei Stern Auto in Dresden

    „Wir brauchen ein Überstunden-Management. Wir stehen zu jeder Zeit für unsere Kunden ein, doch jede Überstunde, die wir leisten, muss auch gemanagt werden.“

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  • Jörg-Michael Kutz

    Vertrauenskörper-Leiter bei Procter & Gamble in Berlin

    „Flexibilisierung darf keine Einbahnstraße sein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss in allen Lebensphasen möglich sein.“

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  • Knut Lofski

    stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Porsche in Leipzig

    „Wir haben im Osten nach wie vor die 38-Stunden-Woche, in den alten Bundesländern die 35-Stunden-Woche. Wir sind eine hundertprozentige Tochter der Porsche AG. Unser Konzernbetriebsrat ist wie wir im Leipziger Betriebsrat Verfechter der 35-Stunden-Woche - für die Beschäftigtungssicherung und den Aufbau von unbefristeten Arbeitsplätzen.“

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