IG Metall berät neuen Ordnungsrahmen für fortschrittliche Arbeitszeiten

02.06.2015 | Die bestehenden Arbeitszeitmodelle sind nicht in der Lage, die Bedürfnisse der Beschäftigten nach persönlicher Flexibilität ausreichend abzufangen. Zudem erbringen die Beschäftigten in Ostdeutschland noch immer ein zusätzliches Arbeitsvolumen von einem Monat pro Jahr. Flexibilitätsinteressen richten sich vorwiegend nach den Wünschen der Unternehmen.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie die wachsenden Bedürfnisse einer alternsgerechten, nach Lebensphasen orientierten Verteilung der Arbeitszeit, bleiben auf der Strecke. Tendenzen schleichender Ausdehnung von Arbeitszeit, Arbeitszeitverfall, zunehmender Einbindung von Wochenenden oder überlaufende Arbeitszeitkonten erfordern eine Eindämmung und Regulierung.

 

Die IG Metall will einen neuen tarifpolitischen Ordnungsrahmen entwickeln und führt am 4. und 5. Juni zusammen mit dem Zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Jörg Hofmann, eine Arbeitszeitkonferenz in Blankenfelde-Mahlow bei Berlin durch.


In der zweitägigen Veranstaltung werden über 100 Betriebsräte in mehreren Fachforen die Flexibilitätsanforderungen, die Autonomiebedürfnisse der Beschäftigten und den Gesundheitsschutz einer kritischen Bilanz unterziehen und neue Anforderungen für moderne Arbeitszeitregime beraten. Die tarifliche Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West ist hierbei ein entscheidendes tarif- und gesellschaftspolitisches Thema.

 

Von: bg