Erste Tarifverhandlung in der ostdeutschen Stahlindustrie endet ohne Bewegung der Arbeitgeber

  • 03.11.2011
  • lt
  • Aktuelles, Stahl

Die erste Tarifverhandlung für die rund 8 000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie endete am 3. November in Berlin ohne Ergebnis. Der nächste Verhandlungstermin ist der 17. November.

Foto: Fotolia U. Bojahr

Die IG Metall fordert sieben Prozent höhere Einkommen und Ausbildungsvergütungen ab dem 1. November 2011 für  zwölf Monate. Auszubildende sollen künftig unbefristet übernommen werden. Ältere sollen einen verbesserten tariflichen Anspruch auf Altersteilzeit erhalten.

 

Tarifverträge zur Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung und Demografie sollen zu einem einheitlichen Tarifwerk zusammengefasst werden.

 

 

„Weder beim Einkommen, noch zu den Übernahmeperspektiven der Ausgebildeten haben sich die Arbeitgeber bewegt. Auch ist zum verbesserten Ausstieg von Älteren nichts auf den Tisch gelegt worden“, kritisierte Olivier Höbel, Bezirksleiter und Verhandlungsführer für die IG Metall. Gerade in Ostdeutschland entscheide sich die Zukunfsfähigkeit vieler Unternehmen daran, Nachwuchs zu gewinnen. Dazu müssten Chancen und ein verlässlicher Rahmen für den Einstieg der Jungen und den Ausstieg der Älteren geboten werden. "Es ist unverständlich, dass die Arbeitgeber trotz Wachstums die Interessen der Beschäftigten nach Sicherheit und Perspektive ignorieren, sagte Höbel

 

Die wirtschaftliche Entwicklung sowie alle realwirtschaftlichen Fakten zeigen auch für 2012 auf Wachstum und nicht auf Rezession. Auch der Verband der Stahlarbeitgeber meldet Wachstumsperspektiven. Die IG Metall sieht deutlichen Spielraum für Entgelterhöhungen und hat ihren Anspruch gut begründet.

 

Die Produktivität der Stahlbranche wird 2011 gegenüber dem Vorjahr um acht  Prozent steigen. Gesamtwirtschaftlich erwarten die Statistiker bis zu 1,5 Prozent Produktivitätszuwachs. Die Preissteigerung wird 2011 mit 2,5 Prozent prognostiziert. Für 2012 sind ähnliche Entwicklungen absehbar.

 



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