Tarife/Textile Dienste

Tarifabschluss: Drei Prozent Plus für Textile Dienste - Osten profitiert besonders

  • 21.10.2018
  • md
  • Aktuelles, Tarif, Textil

Ab Februar 2019 steigen Löhne und Gehälter in tarifgebundenen Betrieben der Textilen Dienste (etwa Wäschereien) für zwölf Monate um drei Prozent. Für November bis Januar gibt es 200 Euro Einmalzahlung, für Teilzeitbeschäftigte anteilig. Darauf einigten sich IG Metall und Arbeitgeber. Ostdeutsche Beschäftigte profitieren besonders.

Textile Dienste: Ost-West-Angleichung geht weiter Foto: FM

Die ostdeutschen Kolleginnen und Kollegen erhalten die absoluten Euro-Erhöhungsbeträge wie im Westen, wodurch ihre derzeit noch niedrigeren Tariflöhne sogar um mehr als drei Prozent steigen. Außerdem erhöhen sich ihr Urlaubs- und Weihnachtsgeld überproportional auf 350 Euro beziehungsweise 680 Euro. "Der Tarifabschluss und die Verhandlungsverpflichtung zur Ost-West-Angleichung der Tarifverträge sind wichtige Signale für die Kolleginnen und Kollegen der Textilen Dienste. So viele Jahre nach der Deutschen Einheit ist es nicht mehr tragbar, noch über Ost- oder Westtarife diskutieren zu müssen", sagte Patrick Hesse, Tarifsekretär im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen.

 

"Wir sind dem Ziel der Angleichung der Löhne im Osten an den Westen ein gutes Stück näher gekommen", sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Thorsten Senhen. "Zudem haben sich die Arbeitgeber verpflichtet, mit uns über eine weitere Angleichung der tariflichen Arbeitsbedingungen zu verhandeln."

 

Auch für die Auszubildenden hat die Verhandlungskommission der IG Metall ein überproportionales Plus erzielt. Sie erhalten eine Einmalzahlung von 85 Euro sowie ab Februar 32 Euro mehr Ausbildungsvergütung im Monat.

 

Außerdem wird der Tarifvertrag über die Altersteilzeit verlängert. Dabei erhöht sich die Aufstockung für neue Altersteilzeitverträge um 18 Euro auf dann 540 Euro. 

Wort gehalten: IG Metall setzt Großteil ihrer Forderungen um

Ursprünglich hatten die Tarifkommissionen der IG Metall, denen überwiegend Beschäftigte aus den Betrieben angehören, fünf Prozent mehr Geld gefordert. Außerdem hatten sie die Fortführung und Verbesserung der Altersteilzeit sowie die weitere Angleichung der Arbeitsbedingungen im Osten an das Westniveau auf die Agenda gesetzt.